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Krankheiten/Symptome > Autoimmunerkrankungen > Morbus Basedow

Morbus Basedow

Morbus Basedow stammt aus dem lat. „Morbus“ = die Krankheit und hat seinen Namen durch seinen Erstbeschreiber Carl Adolph von Basedow erhalten.

Er ist eine Autoimmunerkrankung, die sich durch eine Vergrößerung des Kropfes und einer Überfunktion der Schilddrüse kennzeichnet. Der Körper bildet gegen das Schilddrüsengewebe Antikörper und bindet diese an den Rezeptor für Thyreotropin (TSH). Das ist ein Hormon, dass von der Hypophyse (Hirnanhangdrüse) zur Stimulierung und Regelung der Schilddrüsenfunktion gebildet wird. Diese Antikörper regen nun ständig zur Produktion neuer Hormone an, somit reagiert die Schildrüse (Schildrüsenüberfunktion).

Ursache:

Wie bei den meisten Autoimmunerkrankungen sind auch hier die genauen Ursachen der Krankheit unbekannt. Man geht davon aus, dass sowohl die genetischee Veranlagung wie auch ein oder mehrere Faktoren zur Erkrankung führen können:

* Psychische Belastung (Stress).

Durch zahlreiche anekdotische Berichte ist Stress als Auslöser belegt (vor allem im während Kriegen wird ein erhöhter Anstieg von Morbus Basedow beobachtet.

* Infektion durch Bakterien oder Viren (Allerdings wird das momentan zunehmend kontrovers diskutiert).

* Zu hohe Jodaufnahme. Dennoch, eine hohe Jodaufnahme bei gesunden Menschen führt nicht zwangsläufig zu einem Morbus Basedow.

Die Symptome der Basedowschen Erkrankung bestehen aus den Symptomen der Schilddrüsenüberfunktion und denen der Immunerkrankung. Typisch für die Basedow-Erkrankung gilt die sog. Merseburger Trias (benannt nach dem Geburtsort Basedows, Merseburg):

Symptome:

Unterscheidung in Schilddrüsenüberfunktion, Immunerkrankung, endokrine Orbitopathie

* Struma (Kropf)* Tachykardie (Pulsbeschleunigung)* Exophthalmus (Hervortreten des Augapfels)

Schilddrüsenüberfunktion

* Erhöhter Puls, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen (vor allem Vorhofflimmern * Arterielle Hypertonie (Bluthochdruck) * Nervosität, Reizbarkeit, Ruhelosigkeit * Depressionen * Schlafstörunge * Zittern der Hände, plötzliche Grobmotorik * Wärmeintoleranz * Schwitzen * Gewichtsverlust trotz hoher Nahrungsaufnahme * Durchfall * Hunger * Durst * Zyklusstörungen * Angst-/ Panikattacken * häufiger nächtlicher Harndrang

Symptome der Immunerkrankung

* Augenerkrankung (Endokrine Orbitopathie) * Gelenkschmerzen * Rückenschmerzen * Muskelschmerzen * Haarausfall * Ödeme an den Unterschenkeln (prätibiales Myxödem), welches sich durch eine gelbliche, bzw. blaurote und grobporige Schwellung an der Tibia kennzeichnet. Vergleiche Myxödem bei Hypothyreose

Endokrine Orbitopathie

* Hervortreten der Augen (Protrusio bulbi) * Ungenügender Lidschluss * erweiterter Lidspalte (Dalrymplesches Zeichen) * Zurückbleiben des Oberlides bei Blicksenkung (von Graefesches Zeichen) * Trockenheit und seltener Lidschlag (Stellwagsches Zeichen) * erhöhte Lichtempfindlichkeit * Druck- und Fremdkörpergefühl * Rötung * Vermehrtes Auftreten von Bindehautentzündungen * Brennen und Tränen der Augen * das Sehen von Doppelbildern

Der Frauenanteil an Erkrankungen liegt sieben Mal höher als der bei Männern. meist erkranken die Frauen während der hormonellen Umstellungen (Pubertät, Schwangerschaft, Klimakterium). Eine genetische Anlage für die Krankheit ist gesichert.. Weitere Ursachen der Erkrankung sind nach wie vor nicht geklärt.

Schulmedizinsiche Therapie:

Durch medikamentöse Therapie des Morbus Basedow kann man nur die Symptome behandeln. Nur durch eine Entfernung der Schilddrüse (tödliche Bestrahlung) kann die Entzündung endgültig beendet werden (mit starken nebenund Folgewirkungen). Eine ursächliche Behandlung der Autoimmunerkrankung ist schulmedizinisch anders bislang nicht möglich.

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Autoimmunerkrankungen

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Letzte Änderung: 01. Nov 2010